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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

Aber, wenn der Priester nun alle das undmehr als das in eben dem wahrerer und bestimm-kern Ausdrucke wäre? Kein Opferbringcr fürsVolk; aber Bringer einer Gabe Gottesans Volk — Lehrer der Offenbarung,Ausbreitcr des reinsten Mittels der Bildung, undso fern wirklich abgesonderte, auserwählteMittelsperson, Bote und Werkzeug Gottes.Kein geweihter Besorger heiliger Gebräuche,zumal nicht nach eigensinniger Willkür (ein Bild,wofür man zittert!) aber etwas Edlcrs, geweihter,das ist, erwählter Besorger heiliger Geschäfte,des heiligsten Geschäftes auf Erden — Bildungder Seele durch Religion. Als solche er-kennen wir weder Bürger noch U ntcrthanen,sondern Menschen, Geschöpfe Gottes,Brüder Jesu, Glieder der Offen-barung.—

Wenn der eine Prediger zu sich selber sagt:ich glaube nicht aus der gemeinen Masse der Men-schen, kraft meiner Ordination, herausgczogen, undüber dieselbe erhöhet zu seyn, ich rühme mich keinesUmganges mit Gott, als den ein jeder mei-ner Zuhörer auch haben kann, wenn erwill: ich verlange keine größere Heiligkeit an mirzu besitzen und zu zeigen, als deren die ge-meine menschliche Natur fähig ist u.s. w. Und ein anderer etwa spräche: ich glaubeallerdings, kraft meiner Ordination, nicht aus dergemeinen Masse der Menschen herausgczogen, aberselbst von ihnen und also von Gott erwählet, ansie Gottes Wort zu tragen. Also nicht durch

meine