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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zwölf P r ov i n z i a l k> la t t e r. 33i

Gottes im ganzen Umfange liebgewann, undendlich seinen Stand, als den ersten der Weltund des Lebens, lieben lernte. Der Jugcnd-eindruck indessen blieb, und die Wunde war jetzt

Narbe! Predigers! zur allein intercssirte

ihn wenig, und wie ich oft bemerkte, nicht zumbesten: er zog sich immer, unwissend und wo er

nur konnte, lieber zu andern guten Leuten zurückund lebte in Wüste. ,,Welchen Geistlichen, rief ereinmal, auf meine Vorstellung darüber, mit Bit-terkeit des Herzens aus, welchen Geistlichen habenSie je gesehen, der nur eine natürliche Men-schen spräche habe? der nur im ungestörtestenGesellschaftskreise zwischen Niederträchtigkeit undStolz, die wahre edle Mitte guter Sitten, ge-schweige denn, Einfalt, Würde, Göttlich-keit, erhabne Ruhe seines Standes traft!

Wie sie kriechen, oder sich brüsten--" und ver-gebens, daß ihn die Erfahrung, in edlen Aus-nahmen, hie und da ein andres lehrte! Um soinniger fühlte er diese, je sonderbarer sic ihm er-schienen ; in Absicht aber auf den ganzen Stand,zumal der Zeit, des Landes, wollte er nicht gernedenken und sich erklären. Er wünschte allweit, ar-beitete für sich, genoß oft heitere Durchblicke unterseiner Wolke war aber übrigens, wie der ein-same Wcinstock der Wüste: er hat sich durchs Un-kraut hinaufgcarbcitet, und steht allein und freutsich des milden Strahls der Hcrbstsonne. Hatniemand, meine Brüder, aus der Geschichte waszu lernen?

Einst zeigte ich ihm den Charakter, den Hume