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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zwölf Provinzialbl älter.

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und gäbe zu machen, war das Feuer, das er an-zündcn sollte auf Erden und woran er bis an seinenTod regele. Er zerstörte ein Papstthum, und hattekeinen Blutstropfen in seinem Wesen, ein andereszu errichten. Sein ganz uneigennütziger, lautrer,aufopfernder Charakter: das laulre aufopfernde We-sen, das er zum Grunde alles Gottcsdiensts, zu-mal des Predigtamts legte, davon er ausgieng,und darauf überall zurückkam: zudem seine guteL an des Herrschaft, der er es als das Höchsteverdankte, daß sie ihn so frei würkcn ließ, undsich des Wortes Gottes zum Bekenntnisse so edelannahm : die damalige drückende Gefahr und Sorge,die er immer mit ihr fühlte: und endlich die Un-ruhen und Schwärmereien, die er so bald dichtneben seiner kleinen geretteten Kirche ausbrechcn sah,und die sein Herz und Seele anders wohin lenkten mich dünkt, alle das ist Grund genug, warumLuther, der nur ein Mensch war, nicht jedes nachJahrhunderten zu besorgende Kümmerniß der Kirche,wozu damals der Grund gelegt ward, nicht gleichvoraus wittern konnte. Es war O. MartinLuther, der euch Gottes Wort zurichtensollte, wie crs selbst hundertfach gesagt hatkein Grcnzfcheider, und wie ecs nennte, und dieLeute sonderbar ansah, kein Jurist! wie sehr eraber übrigens auch im Innern und Aeußernfür die gute Sache der Religion, als solche, gewe-sen , sicht man aus so vielen und scharfen Stellenseiner Schriften, die nicmands schonten, und dieec am meisten anhieb, wo, wie er meinte, man diemeisten Schläge thun mußte, ehe es Hurchkäme.

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