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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

Da haben sich nun hinter ihm die Zeiten sogar verändert: mit den veränderten Regierungsfor-mcn, Friedensschlüssen, Sitten, Wissenschaften undGewerben aller Weltlheile hat sich auch das soäußerst andern müssen, was äußere Religions-form und Kirchenordnung, Geist derselbenhieß. Kurz, da ist nach Luther noch fast eine grö-ßere Reformation entstanden, die er die Verbesse-rung der Juristen nennen würde, und die uns end-lich so weit gebracht hat, daß von dem alt-gothi-schen Gebäude, das Kirche heißt, dastehn welcheluftige Ueberbleibsel! Sparren und Sparren! undoben überall durch der schone, blaue philosophischeHimmel! der denn unser aller Decke auch ohnedies zerflickte, abgenutzte, vcrsallne Haus ist!

Ich schreibe hier kein Kirchen recht, undmag mich also am wenigsten darauf einlassen,worauf denn ein großer Theil des Dinges, alsWissenschaft gcbauet? wie schön z u s a m-men hängend und un wider sprechend csmit sich und seinen Gliedern sey? Aus welcherAutorität die Kirchenrechte des und des Landes ent-sprungen, sich fortgearbeitet u. s. w. Was hülfendie fruchtlosen Untersuchungen darüber? als etwazur scientisischen Hetze einer schönen Scienz, diekaum etwas zur Aenderung beitragen könnteweil Scienz und Grund nur der Schein! undMacht, Belieben, anderweitiger Nutzender ganze, einige wahre Grund ist, und da istsimmer ein eitler Streit mit Wort gegen Thatkämpfen. Ich schreibe nur als Prediger, undalso auch in der klagenden Demuth, die man schon

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