Zwölf P co vi n z t a l b l a t t er. 321
tischen Provinzialismus nimmt. Tiefer in denSitten des Volks, aus welchen und zu welchencs gebildet, in der Natur nicht sowohl des Erd-strichs, als der Zeit, der Weltperiode, derStufe von Gottesschöpfung und Fortbil-dung des Geschlechts — doch davon ein andermalmehr! Ich habe jetzt jüdische Priester eigentlichnickt zu rechtfertigen und zu erklären, sondern sievorzustcllcn! als einen gottgcnehmigten, gotterwähl-tcn Nationalstand seines Volks, auf dengewissermaßen Alles gebaut und angcschlungenwurde. „Ihr sollt mir ein pri österlich Kö-nigreich und ein heiliges Volk seyn!"war die Grundlage ihrer Gcsetzvcrfassung undMacht.
Ist nun Moses Gesetzverfassung und Macht keinbloßes Trugspiel : ist die Religion, der sich die Va-ter am Sinai unterwarfen, keine bloße Conventionnach Ncichsfuß, kein (Hontrnt souial menschlichenBeliebens gewesen: hat über alle dem was Höheres— Wundcrkraft! Providcnz! bcsondre Fügung zurErziehung des menschlichen Geschlechts gewaltet:wohl! so war auch der Priesterstand (mehr undminder will ich hier kein Wort sagen!) da, undalso, und in der Verfassung, als Stand, StandGottes — dessen sich Niemand zu schämen hatte.
HewerS Werke z. Rel> u, Theol» X.
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