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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

alle öffentliche Sachen, als Ströme, Salz-quellen, Wälder und Thaler geheiligt, und vcr-muthlich hatte der Priester dem Wilde darin einenFrieden gewürket. Da die Eiche ein besondrcSHciligthum hatte: so mochte das Brandholz gc-mcin, das Bauholz aber gehciliget seyn und derPriester in großen Nationalwaldern die Mahlaxtführen. Wenigstens konnte in solchen, wozumehrere Mannicn gehörten, diese keinem andernohne Gefahr anvertrauct werden. Er war zugleichder geheiligte Mittler und Schiedsrichter zwischenstreitigen Edlen, wie auch ganzen Mannicn undMarken, und hatte das glückliche Recht die strei-tigen Grenzen zu heiligen. Da er überhaupt denGottcsfrieden handhabete, so mochte er auch dieBruchfalle davon oder das Sühnopfer und Sühn-degcld haben. Und solchergestalt konnte sein Un-terhalt auf mancherlei Weise bestimmt seyn, ohnedaß ec eine Allode oder ein Wehcgut besitzen,.mochte." *) So die alten Deutschen!

Man setze, alles Unwesentliche ausgelassen, stattihres Namens Israeliten: statt Priesterstand,Leviten: statt Mannicn Stämme: statt deut-scher Wälder Klima des Orients: statt

eines abgetrcnnten Volks nordischer Wehren einVolk aus Aegypten erlöster Hirten, die jetzt inAckerleute und Landwohner verwandelt werden soll-ten , und alles, sicht man, liegt tiefer, als mansaus einer Nachahmungsmethode eines leeren ägyp-tischen

*) MLscrS Osn. Gesch. Z. S8. ff.