Zwölf P rov i nzi a l b l a t ter. Ziz
„wer das Ansehen und die Geschicklichkeit dazu hatte.„Der Anführer ward aus den Tapfersten erwählt,„und mit dem Kriege hatte sein Amt ein Ende.
„Der Priester war cs übrigens, welcher meh-„rere Mannien zusammen, und Edle und Gemeine„im Gleichgewicht erhielt. Erstere waren durch die„Menge leicht überstimmt; allein der Priester durfte„ein Zeichen übel deuten, wenn er merkte, daß die„Menge fehlen würde; und damit war die Ver-sammlung für dasmal aufgehoben. Da das übel-„gedeutcte Zeichen die Ehre davon hatte: so schien„diese Macht der Freiheit unschädlich. Der Priester„allein hatte das Recht jemanden in der Verfamm,„lung ein Stillschweigen aufzulegen, und man„würde ihm dieses nicht überlassen haben, wenn„man hatte ein Himmelszeichen dazu gebrauchen„können. Der Priester war nolhwendig Edel.„Denn wenn er zu einer Mannic oder zu einer ge-meinen Versammlung gehöret hatte: so würde sich„eine andre von ihm nichts haben vorschreiben lassen.„Man muß ihn deßwegen als einen unmittelbaren„geheiligten Nationalbeamten ansehn, der gleich dem„Adel zwischen den Innungen gestanden, ohne zu„einer einzigen insbesondre zu gehören. Ihr Kir-„chenbann war erschrecklich; aber die Macht der Prie-„stcr gicng ebenfalls nur auf die Ausschlicssung aus„der Gemeinheit; und keine Nationalversammlung„vergoß Blut. l
„Was wir jetzt Regalien nennen, mochte„der Zeit Got tcsrecht seyn und zum Unter-halt des Priesters dienen. Wenigstens waren fast