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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Seite
319
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Zwölf P rov i nzi a l b l a t ter. Ziz

wer das Ansehen und die Geschicklichkeit dazu hatte.Der Anführer ward aus den Tapfersten erwählt,und mit dem Kriege hatte sein Amt ein Ende.

Der Priester war cs übrigens, welcher meh-rere Mannien zusammen, und Edle und Gemeineim Gleichgewicht erhielt. Erstere waren durch dieMenge leicht überstimmt; allein der Priester durfteein Zeichen übel deuten, wenn er merkte, daß dieMenge fehlen würde; und damit war die Ver-sammlung für dasmal aufgehoben. Da das übel-gedeutcte Zeichen die Ehre davon hatte: so schiendiese Macht der Freiheit unschädlich. Der Priesterallein hatte das Recht jemanden in der Verfamm,lung ein Stillschweigen aufzulegen, und manwürde ihm dieses nicht überlassen haben, wennman hatte ein Himmelszeichen dazu gebrauchenkönnen. Der Priester war nolhwendig Edel.Denn wenn er zu einer Mannic oder zu einer ge-meinen Versammlung gehöret hatte: so würde sicheine andre von ihm nichts haben vorschreiben lassen.Man muß ihn deßwegen als einen unmittelbarengeheiligten Nationalbeamten ansehn, der gleich demAdel zwischen den Innungen gestanden, ohne zueiner einzigen insbesondre zu gehören. Ihr Kir-chenbann war erschrecklich; aber die Macht der Prie-stcr gicng ebenfalls nur auf die Ausschlicssung ausder Gemeinheit; und keine Nationalversammlungvergoß Blut. l

Was wir jetzt Regalien nennen, mochteder Zeit Got tcsrecht seyn und zum Unter-halt des Priesters dienen. Wenigstens waren fast