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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zwölf Provinzialbl älter:

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an jene Salbung, Einweihung undGot-tes - Schmuck des allegorisirenden Testamentsdenken! so edel, würdig, königlich und göttlich seyder Priesterstand als Stand, als Charakter!Einfalt und Himmelslautere, undWürde und allumfassende Redlichkeit seyunser Priestcrschmuck, und Segen GotkcS,Eintracht und Ruhe die Salbe des HauptsAarons und seiner Kinder!

Wir haben hier kein abgesondertes Theil,Loos und Erbe! sind, wie wir jetzt sind, oft einSchauspiel und Fegopfer der Welt! Lasset uns, in-dem wir am wenigsten geni essen, das Meistethun! und indem wir das Schlechteste erbeuten,das Größeste hoffen! Unser Altar sey, wie jener,den Gott sich auscrsah, nicht von gehauenem Mar-mor oder zubcreitetem Demant: von schlechter ar-

mer Erde, aber das Feuer, das darauf brenne,sey Feuer Gottes! Lasset uns, als Stand,unser Ziel so hoch und rein nehmen, als wirkönnen: und der Unwürdige sey nur durch Mitleidund Besserung unser Bruder-

Vielleicht würde alsdann Einmal und bald dieZeit seyn, wo aber nein! sie wird und kannnie seyn, wenn nicht ein anderer Stand, alswir, leider! jetzt dazu seine Hände bietet. WaSkommen für Menschen i n s Predigtamt ! welchewerden dazu schon wieder zubereitet? oder vielmehrer zu ihnen verdammt und bei seiner allgemeinenVerachtung hier gewiß am empfindlichsten verhöh-net? Wahlen sie nicht oft Leute zum Predigramt,