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An Prediger.
wie fls kaum Sauhirtcn wählen würden? welcherLand- und Kirchcnpfleger, der sich nicht um seineKöchin und Tafeldccker interessantere Mühe gebe,als um — mich argerls hier hinschrciben zu müssen,um einen Diener Gottes! Priester! Seelsorger einerganzen Gemeinde! an dem sie, die arme, verlassene,genug geplagte Heerde noch einigen Trost desLebens haben sollte, und dann meistens nichtsals einen Schlemmer, Aergcrer, Philosophen oderVauchpfaffen kriegt. So tief bist du Predigerstandverachtet und herabgerathcn, Und ob cs denn überdich zu spotten Wunders oder Kunst wäre? Werhat denn die Leute ins Amt gedinget? . . . Weich-lich und üppig erzogen der eine; der andere Thcilaus Armuth, Koth und Jammer unwissend, dcmü-thig hinein gekrochen — und wie zubereitct? inSchulen? auf Akademien? wie in der frühesten Er-ziehung? welch ein Ideal ihres Standes, wo cssogar Lieblings-Lokus mancher ihrer Herren Profes-soren wird, diesen Stand zum Ziel ihrer Nachmit-tagsspaffe zu machen!
Endlich im Stande selbst — wie begegnet!wie geachtet! zu welchen Niedrigkeiten, der gemei-nen Menschendcnkart nach, fast gezwungen! Müssenverachtenswerth bleiben, weil sie verachtet sind, undverachtet werden, weil sie sich verachtenswerth ma-chen ! daß fast keiner mehr, der nur andern Aus-weg flehet, sich dahin sehnet, und man bald lau-ter überbliebne Herbstspatlingc nehmen wird, wieman sie findet.
Und wie ist alles in einander geschlungen! wie