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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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310
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An Prediger.

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Mit all deinem Menschenberuf wirst du nirgendhinkommen: der Baum schwebt in der Luft!

Und wird denn auch von jedem leisen Lüftchenbewegt! Lies Luthers Schriften, der hat gewußtund gefühlt, wo weltlicher und göttlicherRuf, Ansehen, Vorzug, Bestimmunganfange oder aufhöre. Ich fahre fort.

Wars also, daß sich ursprüngliche Stiftungdes Worts Gottes so natürlich an die simpelstenStande der Menschheit, Haus-, Ehe-stand, Kinderzucht, und überhaupt Erzie-hung des menschlichen Geschlechts inseinem Fortwuchse anschlang: wo ist noch

anders seine liebste Stütze und Statte? Wahre,reine Erzvater Gottes, sucht sie nicht oder wenigerin jenen Hauptstädten, in Vorsälen der Höfe, inrothen Schuhen oder gar rothen Hüten und seidnenKleidern ! Wo es im Kreise nicht Vater und Mut-ter, Hausvater und Hausmutter, zum eigentlichenersten Lebenszwecke mehr giebt, da gieblSauch nicht und kann nicht mehr, zum eigentlichenersten Lebenszwecke, Männer Gottes geben,wie wir sie hier betrachten. Viel andres nützliches,das sie seyn können Philosophen, moralischeLehrer, geistliche Redner und obrigkeitliche Rache,artige, angenehme Gesellschafter viel andres,nur des Namens, den wir hier suchen, einfäl-tiger Diener Gottes! sicherlich werden siesich dessen, wcnns hart geht, auch selbst schämenund entsagen. Der Beruf liegt unter ihrer