Zwölf P r o y l n z i a l b l att e r. 3og
kommen!" leider! keine Wege betrctner, als vonder Informator- und VorschncidersteUe SeinerExccllenz unten ein der Tafel, oder gar, wie's derverschrieene Vorwurf ist, noch arger: schämen mö-gen sich die, die so kamen, und die also hincin-liesscn: auch werden auf solchem Wege selten andersals ausgetretene Pflanzen wachsen. Aber AmtGottes, was hast du dessen Schuld? und wasgölte das im mindesten dem Begriff deinerWichtigkeit! Vorzüge und Rechte, sofernsie in innerm Ursprünge, Beruf und Be-stimmung liegen — im mindesten was? Aller-dings sind wir (und das muß jeder Edlere als erstenAnhauch seines Lebens fühlen!) in unserm Standeso unmittelbar von Gott, als jede Obrig-keit unmittelbar (und nicht im philosophischen Sinnedes oontraot social unsrer Zeit!) ist von Gottgeordnet!
Verbirg also, edler Baum, deine Wurzeln inder Erde, daß sie nicht blos liegen und Klüglingeüber dich straucheln: aber innig laß dir diese Wur-zeln nicht nehmen: stehe darauf vcst: aus ihnen
quillt dir einziger Saft des Lebens. Kam-mer- und Kommissionsrathe dienen auch, indem sieMenschen dienen, ihrem Gott: dein Stand abersollunmittelbar Gott dienen, und ob dich gleich nie-mand als Menschen im Namen Gottes verordnenkönnen, ob du gleich Gott nicht anders als anMenschen und unter Menschen dienen kannst: solltdu aber doch Gott dienen und nicht Menschen, solltGott mehr dienen als Menschen: das ist dein Gebot!und das ist so rein! so klar! so unterscheidend!