3v2
An Prediger.
Wie er auf seinem Scheiterhaufen der Geduld unddes Glaubens an Gott, und dann der bangestenVerzweiflung thronet! woher? und fernher cs auchsey — die Nachhalle der Klagen dieses Unglückseli-gen von wie dunkelm Grunde! aus seiner WüsteSteinselscn, Ungemachs und selbstgeraubten Tro-stes! mit schrecklichen Pausen, und schrecklicher»Wiederaufzügen des gesammleten Othcms! immerermattender — bis die Wolke bricht, und mehr alsder vergötterte Herkules dem Philoklet, der Rath-schluß des Urhebers, des Allvaters, des Allprd-ncrs, entscheidet, richtet, lohnet! Erste, herrlicheTheodicee des Aufganges, von Kindheit desmenschlichen Geschlechts her! Auch in ihrem Gangeder Einfalt groß und rührend!-
Ewig werden diese heiligen Trümmern derVorwelt Muster des ersten Haushalts Gottesim Menschengeschlecht seyn und bleiben! Wie Ab-raham Gott folgt, und für Sodom bittet, undein Fürst ist der Seinen in Segen, Ruhe, Reli-gion Gottes, Fried' und Eintracht: „Gott weiß,„er wird befehlen seinen Kindern und seinem Haufe„nach ihm, daß sie des Herren Wege halten und„lhun, was recht und gut ist," und dann jeneheilige Hieroglyphe der ältesten Prie-st e r sch aft „ohne Vater, ohne Mutter, ohne Ge-schlecht, hat weder Anfang der Tage, noch Ende„des Lebens: aber vergleichet dem Sohne Gottes„und bleibt Priester in Ewigkeit" — „Melchisedek,„Priester Gottes des Allerhöchsten! Und er trug„Bcod und Wein herfür und segnete Abraham und„sprach: Gesegnet seyst du, Abraham, dem höchsten