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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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266 G u tach ten ü be r V o rbc reitung '

Schule nicht gelernt; in akademischen Collegiiswird er sie nicht lernen. Er muß xrivatissimunehmen, und dies sind Schulstunden, dazu kostbareSchulstunden, und er bleibt vielleicht dennoch einStümper.

K) Arithmetik und Geometrie. Sielassen sich im akademischen Haufen nicht lernen:denn sie beruhen auf Anwendung und Uebung je-des einzelnen, der sie treibt.

c) Universalgeschichte. Im halbjährigenCollegium wird sie ein schöner Diskurs, aus demder Zuhörer nichts als flach raisonniren lernet.. Sieberuhet auf Uebersicht der Begebenheiten in synchro-nistischer Zusammenstellung, also auf Tabellen undChronologie. Geographie ist ganz ein Schulstu-dium; sonst lernt man sie nie recht.

ä) Logik, wenn sic brauchbar seyn soll, istscharfe Terminologie und Uebung. EinDiskurs darüber verfliegt. Die Alten trieben Logikwie Mathematik, d. i. schulmäßig.

e) Metaphysik. Entweder ist sie Termi-nologie; und so kann sie besser auf Schulen ge-lernt werden; oder sie giebt von mancherlei Hypo-thesen Nachricht; und da wird sie, ohne Sekten-haß und Neid, durch eine gute Geschichte derPhilosophie von den ältesten bis auf die neuesteZeit viel bildender und umfassender auf Schulengelcrnet. Oder sie ist Psychologie; da tritt siesehr lehrreich mit der Logik zusammen: denn dieseist ein praktischer Theil von ihr. Der Mensch kannsich selbst, d. i. seine Seelenkrafte und Neigun-gen nicht früh genug kennen lernen.