süo Gutachten über Vorbereitung
1) Universitäten sind da; zur Bildungzukünftiger Geistlichen sind ihre thevlogi,schen Lehrstühle gegründet; Landesherren stifte-ten und begabten sie zur Bildung künftiger Geist-lichen ihrer, und sodann andrer Lander. DerGlanz, mit dem sie in die Ferne strahlen, die so,genannte allgemeine theologische Gelehrsamkeit,die Doctorhüte, die sie verleihen, sind ein rühm-liches und von selbst kommendes Prachtgewand; ihreigentlicher Zweck aber ist Nutzbarkeit, Nutzbar-keit für die Lander, die sie ernähren. Sollten siemit der Zeikfolge von diesem Zweck abgewichen feynoder abweichen wollen, (worüber ich nickt zu ent-scheiden habe) so führe man sie auf ihren ursprüng-lichen Zweck zurück. Man zeige ihnen die reelle,würdigere Bestimmung, dazu sic gestiftet wurden;wenn dies auf eine verständige, würdige, zweck-mäßige Weise geschieht, kann cs nicht anders alsdie beste Wirkung haben: denn keiner Facullät inder Welt kann es lieb seyn, blos als Trümmereiner verlebten Zeit, ohne gute oder ohne die besteWirkung auf die gegenwärtige und zukünftige fort-zudaucrn. Je mehr bei Wahl der Professoren nichtauf einen eiteln Ruhm von aussen hinein oder voninnen heraus, sondern auf praktische Nutzbarkeitzur Bildung junger Geistlichen, wie Land und Zeitsie fordert, gesehen wird: um so mehr machte sichdiese Verjüngung alter theologischer Faculta-ten von selbst. Sie blühten auf als nützliche Bau,me des Landes, des Bodens, in dem sie gedeihen.—
2) Um so weniger, dünkt mich, könnte einetheologische Lehranstalt in dem Land (von dem hier