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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe

und Arnold geschrieben; beide ober waren selbstMystiker, und behielten also nicht freien Kopf undStandpunkt. An eine wa h re Ge schich te derMoralist, meines Wissens, noch gar nicht ge-dacht: sie ist äußerst schwer, wenn sie alles, Grund-sätze, Sitten, Natur- G e sc l l sch ast s- undVölkerrecht umfassen will, wie sie soll. Selbstdie Geschichte der Schriftauslegung, diedie kleinste von allen wäre, ist noch kaum beisam-men und vollendet. Was Richard Simon inihr geleistet, ist nur hie und da zerstreut von Wet-stein, Er ne st i, Michaelis, Seniler u. a.sortgefuhrt worden : He tzel s Geschichte der Kritikist unvollkommen, aber doch als Register der neuernSchriften nützlich.

Die Geschichte einzelner Partheicn istzum Thcil mit großem Fleiß bearbeitet worden;meistens aber von ihnen selbst oder von Feinden:zwischen beiden ist ein freier, mittlerer Standpunktnöthig. Ich will an alle die Ordensgeschichten derKatholiken nicht denken, die von ihnen selbst ge-schrieben sind; auch die bessern von ihnen, wennsie von den Protestanten reden, wie gehen sie schiefund irre, Bossuet von den Veränderungen derKirche; vollends gar ein Maimbourg und Ca-lrou von Lutheranern, Ealvinisten, Ana-baptisten wer wird, wer kann ihnen glau-ben? Hier übertreffen wir Protestanten an Unpar-teilichkeit sie offenbar. Sleidan, Seckendorf,Salig u. f. sind wahre und geprüfte Schriftsteller:der erste wird, so lange Latein geschrieben und ge-