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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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gcthan, wenn nicht von Päpsten rmd Geistlichen,so von Kaisern, Königen, Fürsten und Layen, derenviele cs in ihrer dumpfen Herzlichkeit gut meinten.Sie brauchten, sie genoßen selbst nicht so viel,und konnten also mehr thun, mehr geben: denndas Meiste, wovon auch bis jetzt noch Kirchen undWissenschaften erhalten werden, ist ja aus jenenZeiten. Die dunkle Pracht der Cerimonien, diehohe Andacht des katholischen Gesanges , Klöster undAltäre, und selbst die Sparsamkeit der Lehre; allesohne Zweifel trug bei, den Eindruck in etwas harteGemülhcr desto tiefer, starker, rührenderzu machen; sie konnten dabei, (was sie ja auchnicht einmal gefaßt hatten,) manche Feinheit undSchlüpfrigkeit des Lehrvortrages gern entbehren.

Dabei schlich sich durch alle diese Jahrhundertedie Mystik durch; eine Art simpler Theolo-gie für den gemeinen Mann, auf den über-feine Dogmatik und Scholasticismus nichts vermochte.Jene war eine Sammlung weniger, aber starkerWahrheiten, dumpfer und unentwickelter, aber destomächtigerer Gefühle, die von denen, die siepredigten, immer wiederholt, auf die, und zwarmit mehrerer Aufrichtigkeit, Redlichkeit, Macht ge-drungen wurde, als der scholastische Disputirgeistzu seinen mäßigen Absichten brauchte. Es kommthier gar nicht darauf an, was diese Mystik undihre dunkle Psychologie für unsre Zeit sey? obsie sich zu unserer Philosophie rein und gut ent-wickeln lasse? sondern was sie in jenen dunkeln Zei-ten war und schaffte? Und da schaffte sieunnennbar vieles Gute durch ihre Simplicitat,