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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe

alle eben unter den Zeugen der Wahrheit:* *)unter diese kamen nur die, so Aufsehen machten,und der größeste Thcil redlicher Christen lebt zu al-len Zeiten khatig - stille und verborgen. Selbst dasgröbste Papstlhum konnte hiezu viel Gutes schaffen.Mit dem Ansehen, das damals im ganzen Europader nordischen Nationen die Bischöfe hatten, waskonnte gethan werden! Wie viel Gutes ist auch

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*)Die wahren Bekenner muß man in aller Ge-schichte, unter allen Sekten und Religionen, wieSterne in der Nacht, aufsuchen, und unterschei-den :

a. ob man sie verstanden, oder nicht, odermißverstanden habe?

K. Ob ihr Bekenntniß subjektiv treu undwahr, oder auch objektive Wahrheit dabei gewe-sen ?

m Was für Zeitumstande, Lokalangelegen-heiten , Persönlichkeiten dabei obgewaltet? dennkein Sterblicher kann sich rühmen, daß er dieganze Wahrheit leibhaft besessen und cingesehen.Genug, wenn er nach seiner Lage die Seite vonihr treu sah, verkündigte und befolgte, die ihmund den Seinen, seiner Zeit und Welt noth war.Es ist ein besonderer Gang der Providenz Got-tes, wie er auch das Licht der Wahrheit vertheilt,bereitet, gemäßigt, vermehrt, nach Subjekten undLandern qualificirt habe; bis in jener Welt ge-wiß die ganze Wolke von Zeugen zusammenkom-men und zusammenschimmern wird um den größ-ten der Blutzeugen."

(Aus einem andern Msc, des Verf.)