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Briefe
sen, und eben der wars, der die Kirche baute underhalten sollte. Nicht feine Gelehrsamkeit und Dog-matismus; die giengcn den Gang aller übrigenWissenschaften und Künste. Es ist schlimm, wennman nur dies im N. T. und in der christlichenKirchengeschichte sucht; das findet man sehr spat,und leider! in Zeiten, denen zum Christenthumwiederum viel Anderes fehlte.
Irren Sie sich also nicht, wenn Sie die Aus-legung der Schrift in der ersten Kirche bald jü-disch, bald a lex a n drin i sch finden, nachdemdiese oder jene Schule herrschte; das gieng allesseines natürlichen Weges. Waren Origcncs undHieronymus Bischöfe gewesen, so würden sie fürdas Sprachstudium der Bibel auch mehr gcthan ha-ben; nun waren sic unterdrückt, oder eingeschränkt.Dogmatische, stolze, bald auch verketzernde und ver-folgende Bischöfe erhoben das Haupt und es wirdschon eine traurige Geschichte, die vom vier,ten und den folgenden Jahrhunderten. Selten wa-ren die Synoden Werkstätten des h. Geistes; oftward der bessere, bescheidnere, gelehrtere Thcil un-terdrückt , und der schreiende, betrügerische, pöbel-hafte , unwissende Lheil, der Hof und Mönche aufseiner Seite hatte, siegte. Lesen Sic die Thacendes h. Cyrillus; Ihnen wird schauern! LesenSie das Leben des guten verjagten Chrysosto-muö, die Geschichte der Verdammung Origenes,der Entsetzung Ph 0 tiusu. f. Ihnen wird schauern!Gewiß auf solche Punkte, auf die scheußlicheArt, wie sich der Lehrbegriff der Christen bisweilenentwickelt und ihre Bibelgelehrsamkeit zu- oder ab-