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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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an Theophron.

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sein Verfasser sich den Ausgang der VerheißungenGottes über Israel dachte, und sich seine Zweifelüber die zögernde Erfüllung derselben auszuklarcnsuchte. Ob er sich dieselbe schlecht oder gut auf-klarte ? darüber haben wir unser Urtheil frei: dennalle diese sind nur menschliche Bücher; aber an ihrerNutzbarkeit in der damaligen Zeit haben wir um soweniger zu zweifeln, da wir ihren so weit umherverbreiteten Gebrauch nicht abzulaugncn vermögen.Im N. T und selbst von Christo werden apokry-phische Stellen angeführt: diese Bücher waren da-mals allgemein bekannt, ihre Vorstellungen warenvolksmaßig, dem Bedürfnisse und der Hoffnung derZeit naher: ihre Sprache verständlicher, als die al-tern zumal cbräischen Schriften und in der Einklei-dung der meisten ist eine offenbar moralische Absichtunverkennbar. Wir müssen sie also nicht aus uns-rer, sondern aus ihrer Zeit beurtheilcn, und alsBrücke des Ucberganges vom A, zum N. T. sindsie sowohl der Sprache als Denkart nach vortreff-lich zu gebrauchen. Auch Sie, m. Fr., lassen sichnicht vom neuern Gespött über die Juden, ihreHoffnungen und Betrügereien abhalten, die bestendieser Schriften kennen zu lernen. Eamerarius undDrusius haben sich um einige verdient gemacht:doch ist für sie noch nicht alles geschehen, was sieverdienen. Der große Bibliothekar Deutschlands,Fabricius, ist auch hier Hauptwegweiser, wiewohlnicht mit vollendetem Urtheil. Insonderheit wünschteich, daß Sie das schöne Buch Sirachs im Griechi-schen liebgewönnen, (was im Ebraischen den Na-men tragt, ist ein schlechteres Flickwerk) und daßwir von einem Manne, der Belesenheit, Gleich-