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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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an Theophron. 2g Z

habencn und reineren Begriffe von Gott, als diemeisten und selbst die besten der griechischen Weisengehabt hatten, breiteten sich umher, wirkten auchin andern Gestalten, und die alexandrinische Phi-losophie, die jüdische, heidnische und christliche Be-griffe zusammenmischte, war späterhin das Phäno-menen dieser großen Gahrung. Die Allegoriesuchtder griechischen Juden, die sich auch ins Christen-thum mengte, zeugte von einer Menge feinererIdeen, die man nur nicht zu lassen wußte und demsimpeln biblischen Text sehr unzeitig anschob. Siewurden indeß verarbeitet: die Denkart erweiterteund verfemte sich; und selbst unter den neuern heb-räischen Commentatocen ist eine Menge scharfsinni-ger Gedanken, die nur dadurch lächerlich werden,daß sie auf einer Unrechten Stelle stehen oder daßman sie lächerlich ansieht. Die Apokryphenendlich so sehr man neueres Tages auf dieDummheit, den Stolz und die Bclrugsfucht ihrerVerfasser zu schelten gewohnt ist (woraus nicht vielkommt, und was man schon oft gehört hak) sonützlich und lehrreich waren für ihre Zeit die Ein-kleidungen und der Inhalt mancher. Das BuchSirach ist ein schönes Buch: eine Blüthenmcngevon Moral, wie man in der damaligen Zeit nir-gends sonst findet. Das Buch der Weisheithat schöne Stellen, und schon daS, daß sein Ver-fasser die Person Salomos annahm, zeigt, daß eralle Weisheit ausfchütlen und an diesen Namenheften wollte, die nur in seiner Gewalt war. AlleBücher dieser Art unter fremdem Namen, sind ge-wiß nicht Betrug, wenigstens nicht immer stolzerbösartiger Betrug gewesen. Man rief einen ehr-

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