Briefe
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mit ihm eine andre Zeit an. Man sing an, überdas Gesetz und die Propheten zu allegorisiren, einenneuen, vielfachen Sinn hineinzulegen, der freilichdem alten Gesetze fremd war, der aber immer eineErweiterung und Verfeinerung ihrer Ideen, wennauch am Unrechten Ort zeigte. Man suchte das sinn-liche Gebot, die Geschichte, Gesetze und Hoffnungendes Volks zu vergriffen, ersann subtilere Deutun-gen und Traditionen, um, wenn sie das Gesetznicht andern konnten, rationsrn IsAio zu verän-dern ; je mehr man sich bei seinen Erwartungentrog, desto höher schrob man sie und legte sie im-mer in die nahe Zukunft; bis endlich Gott, widerihr Erkennen und Wollen, auch dies gut machteund den in die Welt sandte, der den Zaun deSGesetzes brach, der Geist aus dem Buchstaben zogund Leben aus dem Tode. Alle Allegorien, Hoff-nungen und Verheißungen halten nur auf ihn be-reitet : die heiligen Gefäße, die man Chaldäern undGriechen geraubt und als Deutungen in die simpleStistshülte des Gesetzes Gottes getragen hatte, wur-den nun, zum Nutzen der ganzen Erde, ein Raubdieses dcmüthigen Ucberwinders.
Die Sache kommt mehr ins Licht, wenn wirdie griechischen Juden, ihre Uebcrsctzung, Auslegungund zuletzt die Apokryphen betrachten, die sieden cbräischcn Büchern zur Seite setzten. Die so-genannte Uebersetzung der 70. hat viel undweit umher gewirket. Vor den Zeiten Christi wareine große Menge derer, die wL/ZouLvor rmvGottesfürchtige hießen, ohne die Bcschneidung unddas strengere Gesetz Moses anzunehmen. Ihre er-