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und Ein Tempel wäre. Die Diener dieses Gottesund Königs machte er von allem Eigenthum los,vertheilte sie überall umher, daß sie mit Gottes-furcht, Gesetzen und Wissenschaften alles Volk be-rathen, allen Stämmen zu Hülfe kommen sollten.Einen irdischen König schloß er zwar aus; er säheihn aber vorher und gab auch ihm seine Schranken,sein Königs- und Kriegsrccht. Den Verfall inSitten durch Priester sah er vorher; er gab ihnenaber die Propheten als ausserordentliche Stimmen,als äictutorss und csn8ois8 naoruiri zu Hülfe:und welch ein Volk in der Welt hat in so frühenZeiten eine Reihe so mächtiger, so reiner Stimmengehabt, als Israel an seinen Propheten. WelchenDichter Griechenlands oder Roms wagen wir inAnsehung der erhabenen reinen Moral und des um-fassenden Nationalgeists neben einen Jesajas zustellen? und welch ein König der Aegyptec, Scp-then und Indier hat wie David gesungen und ge-lehrct? Der Entwurf Gottes durch Mosen ist niezur Vollkommenheit gekommen; was aber in Uebungkam, ist vortrefflich und für die ganze Welt er-sprießlich gewesen — gerade der Segen, zu welchemIsrael in Abraham gesetzt ward.
Als cs seiner Abweichungen wegen verfiel undnach Ehaldäa und Babel zerstreut ward, breitete eSseine Lehren von Einem Gott schwächer umher, weiles selbst noch so lange der Abgötterei und dem Aber-glauben gedient hatte; als es aber, durch Züchti-gung klüger geworden, zurückkam und jetzt selbstüber seine vorigen Götzenbilder ecröthete, gieng auch
Herders Werke z. Ncl. >1. Theot. X.