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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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236
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sZ6 Briefe

die Geschichte, so werden Sie überall ihren schonenAufschluß finden.

Vierter Brief.

Was wollen Sie damit sagen, m. Fr., daßGott unmoralische Dinge in der Bibel befohlenhabe? Welches sind diese? Kann ein Mensch vonso zartem Gemüth, wie Sie, eine» Siez, einOpfer der Liebe, wie offenbar die Forderung anAbraham war, so verkennen, daß sie Ihnen Lasterwerde? Halte ihm Gott den einzigen, geliebtestenSohn nicht lange versprochen, und endlich als dasZiel seines Verlangens, als den Grund des ganzenBundes künftiger Verheißungen, kurz als ein eigent-liches Freundfchafts- und Liebesgeschenk gegeben?Da er ihn nun von ihm forderte, was wacS an-ders, als Kampf der Liebe, ein Opfer der Freund-schaft, das Gott dem Scheine nach forderte, umrs ihm nicht nur zu lasten (denn was wollte Gottmit dem Knaben?) sondern als den höchsten Siegder Treue gegen ihn aufs reichlichste zu belohnen?Das ist ja so ganz in die Geschichte verwebt, daßich beinahe nichts Frecheres und Menschlichkeitlosereskenne, als die Entwürfe der Deisten gegen dieseGeschichte.

Der Befehl Gottes gegen die Kananiter ist hart,aber steht geradezu da; er nun eine fürchterliche