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Briefe
Zeiträume von Geschichten und ihren unlaugbarenhistorischen Folgen lassen sich nicht erdenken: sie
tragen auch bei allem Wunderbaren das Siegel derWahrheit, des Orts, der Zeit, des Zwecks zu of.fenbar und urkundlich an sich. Wie die Ausfüh-rung aus Aepypten, so sollte auch der erste Eintrittins Land, der Uebergang über den Jordan, dieerste Eroberung wunderbar werden, fürs feige Volkein Zeichen, daß Gott sie ins Land cinsühre, daßder Schall seiner Gegenwart die Feinde bezwingenwerde, daß es aber auch nicht ihrer-, sondern umseines Heiligthums willen geschehe, wenn er ihnendiese Stätte gönnet. Nun aber, nach dieser erstenVersicherung schweigen auch alle Wunder. Ihr Armmuß für sie streiten , und sic selbst die Folgen ihrerzu baldigen Ruhe und Gemächlichkeit tragen. Spä-terhin werden ihnen Helden geweckt, aber auch Hel-den mit natürlichen Kräften: die Lade Gottes ersetztihnen ihre Schwachheit und Ohnmacht nicht. Siebekommen Könige, und wie natürlich hier alles zu-gicng, mögen Sie z. E. in Schuppius Salomo oderRegentenspiegel lesen: ein Schriftsteller, der vonDeutschland mit Unrecht vergessen und voll vollstän-diger vielfacher Bemerkungen ist. Nour est aoni-IN 6 LÜ62 norm, ist hier das Resultat der Ge-schichte. Der Staat blühte, sank, und versankmittelst sehr natürlicher Ursachen, und die Prophe-ten konnten nichts als leider! die Ursachen zeigen.Wenn ein Wundermann wie Elias oder Elisa da-zwischentritt, wie ausgezeichnet ist seine Erscheinung!wie genau in die Zeit, die Umstände, unter dieKönige und zu den Zwecken, die sie selbst angebcn,gehörig! Cs waren die letzten himmlischen Stim-