228
riefe
Darstellung schöner oder auf der Erklärung dunklerStellen ihrer Schriften; wo noch hie und da dieArbeit sehr belohnet.
Und so kamen wir aus die dritte Periode, dieZeit Hi Skia und der P rophetcn. Hier kommtder große Jcsaias ins Licht, auch mit der Wir-kung, die er auf die folgenden gelhan hat. JederProphet würde in seinem Kreis, auf seine Vorbil-der, Zcitumstande, Zwecke, Folgen zurückgcführt,keinem etwas Hinzugclogen, was er nicht bedarf,keinem etwas auS einer jüngern oder gar aus uns-rer Zeit angedichtet, was ihm fremd ist. Auch imsinnlichen Kreise seiner Aussichten und seinerZukunft wird keiner gestört und etwa mit geistigenIdeen, mit Metaphysik überhäufet; der Gang Got-tes wird schlicht hinab verfolgt, wie Ec selbst dieZeiten ordnete, dis Geister weckte, die Welt in die-sem neuen Kreise allmählich aufklarte, aber immerauf seiner Hoffnung, in seinem Trost befestigte,stärkte. Sie merken leicht, m. Fr., daß Moses,David und Jesalas die Hauplformen seyn, aufdie das Meiste hier zurückkommt, und die ich in-sonderheit wohl ausgcbildet wünschte. —
Um Sie bei meinem großen Plan, der viel-leicht immer Plan bleiben wird, nicht darben las-sen , will ich einige Folgen daraus ziehen, die IhreZweifel über das Unsittliche undWilde man-cher cb ratschen Poesien angehn, und wie ichhoffe, zur Ruhe legen.
r) Der Ausdruck der Poesie geht mitden Zeiten, den Sitten, der Denkart derNation Eines Weges. Die Beschreibung muß