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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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an T h e o p h r o w.

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weit ihn einzelne Propheten befolgt und erneuerthaben? Die Existenz der Propheten im Volk nachMoses Gesetz bekommt hier ihre große Stelle: diesGesetz rief sie auf, schrankte sie ein und gab ihrenGottes-Orakeln Zweck, Geist und Lebe».

Endlich die Geschichte der Thaten Mo-ses. Sie sehen, m. Fr., wo ich hinaus will, undich darf mich nicht weitlauftig über alle Zeiten er-klären. Von welchen Bildern und hohen Gedankendiese Geschichte eine Quelle gewesen? was für Vor-stellungsarten sie von andern benachbarten Völkernund Gegenden, z. E. Aegypten, Sinai, Arabien,Moab, Midia, Amalek, veranlaßt habe? DieseGeschichte durch die Zeiten Josua, der Richter,Samuels verfolgt und mit Jvthams Fabel ge-schmückt, mit der Debvrah Siegsgesange gekrönet,kommen wir zu den Prcphetenschulen, die Samuelanlegte, der aber selbst nicht Dichter war, undendlich zur zweiten Blüthe der ebraischen Poesie,David und Salomo mit ihren unverwclklichenPsalmen, Sprüchen, Weisheits- und Hirtenliedern.Fürchten Sie nicht, daß ich hier so weitlauftig seynwerde, wie bei MoseS: der Boden ist zubereitet undnun kann, was darauf wachsen will, sprossen undwachsen. Hier ist ein schöner Garten morgenländi-scher Dichtkunst: nur muß ec nationell, zeit-mäßig, und hie und da gar individuell be-trachtet werden: sonst verwüstet man ihn, statt ihnzu genießen und anzubauen. Daß bei beiden Kö-nigen sowohl ihre Thaten und Anstalten als ihrePoesien selbst in Betracht kommen, und überhauptberuhet das Interessanteste dieser Periode auf der

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