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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe

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Recht des Propheten festsetzte, und neben denPriestern, ja selbst unter den Königen auf sie alsOrakel Gottes, als Netter des Staatswies; dies Alles hat den Gang der Poesie unterden Ebräern ziemlich geleitet. Land- und hirten-mäßig ist ihre Poesie dem größcsten Theile nach.Ländlich sind ibre Bilder, im Hirten- und Acker-leben der größeste Ncichldum ihrer Sprocke (ichnehme die Sprache des Heiligihums aus) selbst dieSiegeslieder der Hebräer sind ursprünglich land-mäßig, und die Propheten dem größten Theile nachnoch Mehr. Diese Sproße ist bei den Ebräern hochhinaufqeblühel, wie viele Psalmen und das Hohe-lied , ja das Siegslicd der Deborah selbst bezeugen.Es müßte sehr angenehm und aufklärend sepn, die-sen Geist der ebräischen Land - und Hirtenpoesiedurch die verschiedensten Schriften des A. T. zu ver-folgen. Aber noch schöner, daß sich der Palmzweigdes Heiligthums mir dem friedlichen Oelzweige derLandpoesie zusammenschlang: heilig ward ihre

Poesie, eine Jehevah- Opfer- und Tempel-poesie bis auf Gleichnisse, bis auf die gemein-sten Bilder. Bis zur Verwundrung groß ist derNeichlbum der Sprache an Ausdrücken dieser Gegen-stände ; und es kommt nun auf treue Untersuchungan, welche Vorstellungsarten unter dem Volk herr-schend zu machen, es dem Moses gelungen? welcheandre er verdrängen wollte? wie weit er sie ver-dränget habe ? u. f. Hier wird von I e h 0 v a h,seinem Gesetz, Tempel, Opfern, dem heiligenLande, seiner Providenz, Engeln, demScheol die Rede: wie weit sein religiöser und po-litischer Entwurf je zur Ausführung gekommen? wie