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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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225
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SN Thcophron.

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Dritter Brief.

In einem Buche von der Poesie der Eb-racr kommt Moses als Dichter, als Gesetzge-ber und als Heid in Betrachtung; in diesem drei-fachen Charakter hat er auf den Geist seines Volksgewirket. Sein Gesang am rolhen Meere istder Vorklang aller israelitischen Siegslieder,sein Lied am Ende des Lebens das Vorbild,ja ich möchte sagen die poetische Summe aller Pro-pheten Israels, im Ton und Anklange, in seinemInhalt, in seiner Hauptwendung. Sehen Sie nurden Anfang Jesaias, des erhabensten der Prophe-ten : warum ist dieses Stück vorausgesetzt, als,weil es wie Moses Lied anfangt, und gleichsam dasKreditiv des Propheten ist? Segen und Fluch,Drohung und Verheißung, kurz Garizim und Ebalsind der Inhalt aller Propheten, und wenn MoscSder Verfasser des Zoten Psalms ist, so hat er dasMuster göttlicher Weisheit im stillen Blick über dasmenschliche Leben gegeben, dem auch die Weisheitder Propheten nachstrcbtc.

Als Gesetzgeber wirkte Moses auf den Geistseines Volks mit Riesenstarke. Daß er sie zumAcker- und Hirtenvolk machte, und, sovielcs sepn konnte, Handel und Eroberung ausschloß:daß er Theokratie, Tempel, Priester-thum unter ihnen gründete und Israel zum VolkGottes zu machen suchte: daß er endlich dasHerders Werk« z. Rel. u. Theot. X. P