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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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an Theophron.

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Tanz oder von den Gebehrdcn unterstützt werden,die die Stelle aller unsrer fcinern und stummer»Unterscheidungszeichen vertreten; giengen wir nurnicht meistens durch eine so überfeine künstlicheGrammatik, die ihrem ursprünglichen Bau oft sehrfremde und ein junges rabbinischcs Machwerk ist,zur Sprache; wie anders würde uns von Jugendans alles werden! Wüßten wir uns nun überdemvon unsrer Denkart voll Beschaffenheiten und Abstrak-tionen zu entfernen, und in die Fülle jener Sinn-lichkeit, jenes Lebens voll Anschauung und Leiden-schaft zu wandern: wie anders würde sich Ohr undGeist zu einem sogenannten Hcbraismus, der da-mals nichts als Ausdruck der vollen Natur war,gewöhnen! welch ein poetisches Wörterbuch, wieeine acht philosophische Grammatik und Poetik würdesich unsre Seele zu ihr schaffen! Sie sind nochjung, m. Fr., und haben Belesenheit, Genie undFleiß genug, helfen Sie mir zu diesem Geschäfte.

Das zweite Pcolegomenon wäre eine Art poe-tischer Kosmologie aus den Urbegriffen derEbräer, sofern sie in ihren ältesten Urkunden, ihrerSprache oder in der Sprache und Vorstellungsartverwandter Nationen liegen: denn es ist ausge-macht, daß in dieser Fundgrube von Begriffen, wasein Volk von Gott, der Welt, der Schöpfung, derMenschheit und ferner nach seiner Sprache und äl-testen Traditionen denket, der Stoff liegt zu seinerganzen poetischen Form und Weisheit. Nun istseben so ausgemacht, daß viele dieser herrlichen Ideendem Volk Israel nicht ausschließcnd eigen sind, son-dern durch mehrere verwandte Völker und Dialekte