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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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an Theophron. 219

schehen sey? jetzt weiß ich, wenn die Hypothese gel-ten soll, nichts rechtes mehr. Lesen Sie einmaldie hundert Hypothesen, mit denen man an derGeschichte des Falls, der Sündfluth, Bileamsschraubet. Lesen sie einmal die neuesten Offenba-rungen, der Walisisch, der den Jonas verschlang,sey ein Schiff gewesen, das Walisisch geheißen, undvon Gott gesandt, wie der König von England dieSchwalbe oder den Pelikan ausschickt; Elias seynichts als vom Donner erschlagen; Elisa habe dasEisen schwimmend gemacht, d. i. er habe cs durchrin Stück Holz vom Grunde heraufgeholet, er habedie Koloquintcn eßbar gemacht, dadurch, daß erMehl dazu gerühret, weil das Mehl die Koloquin-ten sehr eßbar mache; Bileam sey selbst die Eselingewesen, mit der er den Dialog gehalten:wiekommts, daß meine alte Eselin plötzlich so scheuwird? mag sie sich nicht etwa gar cinbilden, einenEngel Gottes zu sehen?" u. dgl. unstatthafteskindisches Gewäsch mehr, wogegen man sich gerndie Harktischen Hypothesen, daß Jonas imWirlhshause, zum Wallfisch genannt, über-nachtet, wieder zurückwünschte: lesen Sie diese

Dinge, die von Messe zu Messe Parade machen,Sic werden gern wieder in die Einfalt zurückkehren,mit der Sie i» Ihrer Kindheit diese Geschichtenlasen und an keine Poesie dachten. Lesen Sie diemeisten neuen geschraubten Uebersetzungen des A. undN- T., die aus Stelzen gehen und ordentlich nichtwissen, wie hoch sie ihre Füße setzen sollen: Siewerden gern zur alten simpeln Uebersetzung Lutherszurückkehren. Das ist leider! das Loos der Mensch-heit: man übertreibt alle, auch die besten Sachen