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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe

punkt bei den Büchern desselben mache sie beinahzu kahlen Stoppeln und Ueberbleibseln der Erntevon falschen Evangelien und Schriften der Idioten,die die erste Kirche überdeckt hatten. Sie wissennicht genug zu sagen, wie sehr der Eindruck IhrenGeist verwirre und Ihr Herz zerreiße. Sie wollenmanche kritische Gelehrsamkeit Ihrer Hefte aufgebenund wünschen sich dagegen die Unschuld, die Rein-heit und Einfalt wieder, mit welcher Sie in IhrerKindheit Mosen und Hiob, die Psalmen und diePropheten, Johannes und Christus lasen.

Fühlen Sie ganz, m. Fr., den Mangel IhrerSeele und machen sich denselben nicht leicht; fassen >Sie aber auch Herz, alle Schiefheiten zu überwin- ^den, Berg und Thal zu ebnen, und wieder zu demgeraden Sinn zu gelangen, der Sie in Ihrer Ju-gend einst beglückte und ohne den wir nie glücklichwerden können. Kein Buch in der Welt liest sichgut ohne innere Lust und Freude. Wer den Homernur kritisch, als Pedant oder Schulmeister liest,licSt ihn gewiß schlecht und wird nicht, was er in !sich hat, empfinden; geschweige wer ein morqenlan-discheS Buch, das zur Kritik nicht geschrieben ist,wer Gottes Wort so liefet. Wie ein Kind dieStimme seines Vaters, wie der Geliebte die Stimmeseiner Braut, so hören Sie Gottes Stimme in derSchrift und vernehmen den Laut der Ewigkeit, derin ihr tönet. Ich gebe Ihnen einige Rathschlagean die Hand, die ich bewahrt gesunden habe, da ichauch an dieser Krankheit lag und mir das WortGottes, wie Sie sich stark und wahr ausdrücken,in der Hand der Kritik vorkam, wie eine ausge-