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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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NN Theophron.

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ihrem Munde, an ihrer Seele! Als Sie mich zumletztenmal besuchten, wie froh, wie bescheiden undgutmülhig sprachen Sie über Alles, was Sie undIhre Lehrer anging! Theile Ihres Herzens warendiese, und von Ihrem liebsten und vertrautestenLehrer sprachen Sie ja, als ob ich den Persius vonseinem Cornutus sprechen hörte. Die Fehler derschlechtem, mit denen Sie also auch weniger Ge-meinschaft hatten, bedeckten Sie oder erklärten siemit einer jugendlichen Güte und Billigkeit, als obein wohlgerathner Sohn von bösen Eltern oderBlutsfreunden sprechen müßte. Und endlich, wieentfernt waren Sie von jenem Gassen - und Buben-stvlz, von jener unwissenden Aufgeblasenheit, mitder so viele verdorbene und kaum mehr gut zu ma-chende Jünglinge von Akademien kommen. Siesagten nicht:ich habe bei dem Apostel Paulus,ja bei Einem, der mehr als Paulus ist, weil erihn besser versteht, als Paulus sich selbst verstan-den hat, logirt! beim Sankt Johannes habe ichgespeißt! beim S. Chrpsostomus bin ich imSemi-narium gewesen, und Luther und Mclanchthonwaren meine Herzensfreunde;" wie ich dergleichenoft mit Entsetzen und Abscheu gehört habe. Diegroßen Gestalten der Vorwelt schwebten Ihnen alsSterne vor, die den Lauf Ihres Schiffes lenkten,die Sie aber nicht heftwejse in Facher gepackt undin Tonnen gesalzen mit sich führten. O Freund,diese stille Glut, dies warme, unschuldige, bescheidneund doch so hoch und edel cmporschlagende Herz,wie sehr habe ichs in Ihnen geliebet, ja wie oftin Ihnen beneidet und auch meinen Söhnen ge-

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