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Briefe
in wenig Jahren werden wir bei den ewigen Wie-derholungen und Ausleerungen unsrer selbst veraltetedürre Gebeine." Das ist nun eben das traurigeSchicksal unsrer Akademien, das sich zum Tbeilnicht andern läßt, zum Theil gewiß geändert wer-den wird, wenn unfern Curatoren die Augen auf-gehn und sie auch über Wissenschaft und Bildungder schönsten Jugendjahre menschlich denken lernen.Jetzt sucht jeder gute, insonderheit junge undmuntre Lehrer gegen diese Austrocknung seiner Gei-stessäfte als seinen gefährlichsten Feind zu strebenund jeder Lehrling von feinen Sinnen wird weitentfernt seyn, die enge akademische Form für dasWesen der Wissenschaft zu halten und sich diesevon seinem Lehrer und Katheder unabtrennlich zudenken. Die Akademie ist ein Marktplatz, wo Al-,lerlei zum Verkauf steht und wo er nun auch Aller-lei , Gutes und Schlimmes, erwischt hat; jetztkehrt er in seine Heimath und denkt: wozu kannichs anwenden? was habe ich erhandelt?
Unendlich hats mich gefreuet, m. Fr., daßSie schon wahrend Ihrer akademischen Jahre weiseund vorsichtig an den künftigen Gebrauch dachten.Sie wählten sich alte und junge Lehrer, und nutz-ten beide auch in Ansehung der ausschliessenden Ei-genschaften und Vollkommenheiten ihres Vortrags.Von jenen lernten Sie jung und munter denken,frei urtheilen, erfinden, wünschen; von diesen weiseordnen, bescheiden hoffen und, was schon da ist,lehrreich nutzen und anwenden. Und o wie liebte»,wie ehrten Sie Ihre Lehrer ! Wie durch einen Kußdes Zutrauens und der Freundschaft hingen Sie an