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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
198
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Entwurf der Anwendung

7) Mit dem Ritual ists eben also; in uns-rer protestantischen Kirche ists kein Hauptstudium,wie bei den Katholiken. Die Geschichte desselbengehörte in die Kirchengcschichte, die Beurthejlungdesselben in Casüistik, Dogmatik und Moral. Dasalles darf und muß nicht wiederholt werden, son-dern nur das genommen, was zur nothwendigenVorkenntniß des künftigen Predigers, gleichsamals Einleitung in seine Kirchen - Agende gehöret.Lehrer und Zuhörer müssen Männer sepir, wie beiallen, so auch dieser bisweilen geringen und klein-fügigen Kenntniß. Durch Spott und Verachtungmuß man einem Geistlichen sein künftiges Amtpicht lächerlich machen und verleiden.

V, Endlich die Praxis des letztenakademischen Jahres oder halben Jah-res. Im ersten und zweiten Jahre waren dieMmngen des Zuhörers (ohne Uebung sollte er ei-gentlich nie bleiben) nur in der Stille, vor sich,etwa seinem Lehrer und einigen erlesenen Freunden.Es ist nvkhwendig, daß sie für einen künftigenöffentlichen Lehrer jetzt öffentlich werde. Nicht frü-her, denn er mußte erst lernen, ehe er lehret;nicht spater, damit er doch noch vor den Augendes Lehrers zeige, wie er, was er lernte,- seineGrundsätze und Kenntnisse wenigstens anzuwendengedenket,

Auf jeder wohseingerichteten Akademie sind alsohiebungen der Art, und die weiseste Einrichtung istdie, die junge Leute nicht zu voreilig und frühe,

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