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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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dreier akademischen Jahre ec. 191.

an, sie auch an Licht und Ausführlichkeit wachsenwerde. Von Karl 5 . an wird ganz Europa EineWelt, mehr als sies zu den Zeiten der Römer undin der ersten christlichen Geschichte war; alles wirktauf einander, Wissenschaften, Lander, Religionen,Sekten; und dies fortgchende Gemälde muß derLehrling in Einen Blick zu fassen sich bestreben.Nichts hindert ihn an diesem Blick so sehr, alswenn er einzelne Thcile, wenn es auch die Ge-schichte der Reformation selbst wäre, gar zu aus-führlich , gar zu abgetrennt und vergrößert kennenlernet. Diese Disproportion hat viel Schaden ge-than: sie verengt den Gesichtskreis: sie macht injeder Sekte und Religionsparthei ausschließende Bar-baren. Hier gebe sich also der Lehrer und Zuhörereine freie Brust, ein freies Auge, um Zwingliund Luther, Grotius und Ealov mit gleicherUnparteilichkeit zu betrachten und in dem immerfortgehenden Gemälde Gottes die ganze Haltung allerGestalten in ihrem Licht und Schatten treu wahr-zunehmen. Darum daß sich ein Mensch auf EinenPunkt festheftet, verschwindet nicht über und unterihm das ganze Gemälde. Kannst du die Geschichteder Reformation besonders hören: so höre sie, denncs ist ein großer, wichtiger, unterrichtender Zeit-punkt; nur siehe auch vor und rückwärts, und über-treibe nichts in ihr. Sonst schadest du dir undnutzest den wassern Leuten nicht, die damals strit-ten und wirkten.

Anmerkung 3 . Der Zuhörer folge demLeitfaden des Lehrers, auch chronologisch, und ver-wirre sich noch mit großem Werken der Kirchenge-