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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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189
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dreier akademischen Jahre :c. rgg

Anmerkung 3. Dogmatik treibe der Jüng-ling mit großer Sorgfalt, weil sic das 6orpusäoctrinse LLclssiss ist, und den Grund der theo-logischen -Moral und Homiletik mit ausmacht. Hater sie recht innc, so darf er, nachdem er philoso-phische Moral gehört, theologische Moral nicht be-sonders hören. Auch Typik kann er sich völligersparen, weil sie nichts als gesunde Anwendungeiniger biblischen Bilder und Vorbilder auf denwachsenden, sich immer mehr enthüllenden Lehrbe,griff ist. Vollends Polemik, oder gar die Theo-logie einer einzelnen Streitigkeit besonders zu hören,ist auch unnoth, wenn er den Lehrbegriff genetisch,akroamatisch-historisch kennen lernte; er erspart sichalso mit dieser einen Wissenschaft viele, und darfnachher in seinen Heften nicht eine und dieselbeSache an verschicdnen Orten suchen, in deren je-dem er sie unvollständig findet. Alles aber kommtzuletzt darauf an, daß er sich jede Lehre ins ein-fachste biblische Licht stellt, und sie für sich undseine Zeit zum vielseitigsten, wahrsten Gebrauchanwendct.

III. Jetzt findet K ir che n g esch ich te ihrerechte Stelle, nachdem Religion und Lehrbegriff be-wiesen und zum Theil durch eine Reihe von Jahr-hunderten durchgeführt ist; der Lehrling möge sienun in die erste oder zweite Halste des letzten aka-demischen Jahrs verlegen. Mit der Geschichte derVölker, der Wissenschaften, der Philosophie, derSprachen, der Lehren hat er schon einen gutenGrund zu ihr gelegt und mußte diesen zuvor legen,weil ihm sonst in der Kirchengeschichcc vieles unver-