dreier akademischen Jahre re. rö?
und Wichtigkeit der Religion erinnere und nirgendihr untreu werde. Die Dogmatik konnte nicht ge-trieben werden, ehe Kcnntniß der Schrift mit eini-gem Umfange und Gründlichkeit getrieben war: dennin ihr läßt sich nicht auf das Wort des Lehrersglauben. Biblisch, d. i. philologisch und mensch-lich, oder philologisch und philosophisch muß dieDogmatik seyn; jenes wäre die praktische, dies diegelehrtere Dogmatik, im Grunde aber müssen beideEins seyn, sonst ists gewiß Betrug mit der Einen.Beide haben ihre verschiedene Absicht, lassen sichaber im Vortrage, der frei ist und der Wahrheitdienet, sehr gut vereinen,
Anmerkung >. Die gelehrte Dogmatik ^ver-bindet Philosophie und Geschichte mit der Dogma-tik; zeigt, wie dieser und jener Ausdruck des Lehr-begriffs entstanden? wie er gemeint sey? und wasjetzt damit gesagt werde? Sie webt also genetischeGeschichte der Dogmatik jedem I.ocus ein, undindem sie die vornehmste Spitze verschiedner Sektenund die besten Gründe dagegen doch immer mitverbinden muß: so sammlet sie so ixao die Blütheder Polemik, die sonst, wenn sie besonders in allerWeitschweifigkeit und Rechthaberei getrieben wird,eine verdrüßliche und oft falsche, menschenfeindlicheWissenschaft zu seyn Gefahr läuft. Und da zuletztdie gelehrteste Dogmatik, hinter aller Geschichte undStreitigkeiten, zeigen muß: was denn jetzt nun füruns von jeder Lehre biblisch sey und gemeinnützigbleibe: so siehet man, daß sie drei) treffliche Wis-senschaften , genetische Geschichte der Dogmatik,Philosophie der Streitigkeit, endlich gemeinnützige,