i 86 Entwurf der Anwendung
IsZir, sondern um Wahrheit einer so verbreitetenReligion, Studium und Amt auf Lebens-Zeiten.Wer hier ein furchtsamer Heuchler ist, ists sich undAndern zum tausendfachen Schaden.
Anmerkung 3. Für sich selbst grüble derSchüler nicht viel und lese lieber das Gute, alsdas Böse. Der Lehrer von seiner Seite verhehlenichts und zeige auch das Schwache bey manchenBeweisen; sehr viele g te Beweise werden übertrie-ben und brechen wie ein Bogen, der überspannt ist.Was wir an so manchen der patristischen Beweise,der Demonstrationen Mornay's, HuelS,Houttcville u. a. aussetzen, werden künftigeZeiten rulleicht an unfern Beweisen aussetzen, undcs geschieht von Zeit zu Zeiten. Hier lege also derJüngling vielseitigen, festen Grund, weil wir mit-ten im Meere der Zweifel aller Jahrhunderte leben;er überhäufe sich indessen nicht mit Beweisen, denndas wäre ein Zeichen, daß die meisten einzeln schwachsind. An, wenigsten wolle er bis aufs Jora alleserklären.
Anmerkung 4 . Große Bücher also z. E.Lardners Glaubwürdigkeit, LiIienthals guteSache u. f. sind nicht zum ersten Lesen des Lehr-lings ausAkademien. Er halte sich zuerst an Gro-tius, Nösselt; und kehre erst spat zu den bes-sern Apologeten gegen einzelne Feinde z. E. Bent-lei, Verkelei, Skelton u. a. Der besteBeweis aber sey ihm die innere Uebereinstimmung,Reinheit, Kraft und Schöne des Wortes Gottesselbst.
II. Mit diesem Beweise laufe Dogmatikparallel, damit der Lehrling sich immer an Würde