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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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dreier akademischen Jahre rc. r85

men manches für ihre Religion an, das sie imMunde der Gegner verschmähen würden.

Anmerkung i. Es ist hochnokhwendig, daßman dies Collegium interessant für allerlei Sektenmache, nicht blos für Atheisten und Deisten. Je-ner ist Gottlob ! nicht viel und sie sind keiner Wie-derlegung werth oder fähig; aber dieser sind sehrverschiedene Formen und Gestalten, die man nichtzusammen werfen muß, auch sind mehrere Sektenin Auslegung der Schrift ihr und sich untereinan-der entgegen, so daß vom Atheisten bis zum gröb-sten Schwärmer eine große Kette mit allen Zwischen-gliedern sich verbreitet. Eine Verlheidigung derWahrheit, Güte und einzigen Schönheit des Chri-stcnthums muß auf sie alle, mehr oder weniger,Rücksicht nehmen und nicht nur die Authenticitatder Bücher, die Wahrheit der Geschichte, den Cha-rakter der Personen, sondern auch die vornehmstenscheinbaren Widersprüche und falschen Anwendungenretten, daß auch durch Angriffe von allen Seitendie Wahrheit gewinne und das Christenthum gött-lich erscheine. In dem Umfange betrachte diese Lek-tion Lehrer und Lehrling.

Anmerkung 2 . Der Lehrling muß seinemLehrer in der Wahl des Buchs, worüber er liefet,folgen; er ziehe aber, wenn die Gründe ausgebrei-tet sind, sie zusammen, und wenn er Zweifel hat,entdecke er sie in einer so wichtigen Sache seinemLehrer treulich. Neue Zweifel haben die Wahrheitimmer bewahret und ein Lehrer wird von den be-scheidnen Zweifeln seiner Zuhörer gewiß aufgemun-tert; denn hier gilts um kein Lehrgeld eines Lai-