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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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182
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Entwurf der Anwcnd ung

Wissenschaft, Kunst, Uebung und Zeilperiode einengroßen Mann erfordert, wenigstens eine Gesch ichteder Philosophie und der sch önen Wissen-schaften , zumal man diese statt des ganzenLours cis bsllss - Isttrss höret.

Anmcrkungr. Die Geschichte beider be-treffe nicht sowohl Lebensbeschreibungen der Philo-sophen, Dichter und Künstler, sondern das Wachs-thum des menschlichen Geistes, die Kunst und Wis-senschaft selbst. Hier halten sich Lehrer und Lehr-linge bei dem Vortrefflichsten am meisten aus, zu-mal es in der ganzen Geschichte so selten ist, unddas andre sich nur immer als Annäherung oderRückgang dazwischen drangt. Die schönsten Gestal-ten des menschlichen Geistes, die besten Werke undGedanken, sie mögen Systeme, Schriften, Gedichteoder Kunst heißen, treten hervor und werden desLehrlings Bewunderung, Liebe und Nacheiferung.Der ganze Cirkel des menschlichen Wissens, Kom-mens und Treibens geht hier mit ewiger Abwechse-lung in sehr einfachen, wiederkommenden Merk-mahlcn umher.

Anmerkung 2. Im Lehrbuche folge mangenau, auch chronologisch genau, dem Lehrer; fürsich lese man etwa Jselins Geschichte derMenschheit: denn Baco's unsterbliches Buchcks unZrrienlis soientiarum zu lesen, dürfte jetztnoch nicht Zeit seyn. Eine rechte Geschichte derschönen Wissenschaften haben wir noch gar nicht;in ihr suche man also einen guten Lehrer, an denman sich Halle. Brückers Geschichte der Philo-sophie ist auch nicht für Anfänger ans der Akademiezu lesen; wenigstens nicht die lateinische große.