dreier akademischen Jahre ic. iSr
schrieben und die ersten Christen lasen; sonst machtman sich zu viel nnnöthige oder schädliche Müh'und Arbeit. L,rnsmi rntio coiripenäio ^erve-nisncli ncl verarm HieoloAiam ist hierin einweiseS Büchlein.
III. Da der menschliche Geist Abwechslungwill und über Einer Gedankenreihe allein ermattet;da ferner die nolhwendigen Studien des vorigenJahrs forgesetzt und mit der Theologie des künfti-gen Jahrs verbunden werden müssen: so geschiehtdies nicht besser, als durch die Geschichte derWissenschaften: ein Studium, sehr weitläuf-tig und bildend. Im ersten Jahre wars noch zufrüh: denn man muß die Wissenschaft selbst ken-nen , che man ihre Geschichte pragmatisch und nütz-lich hört; jetzt steht sie sehr an der rechten Stelle,denn sic wiederholt die Begriffe der Wissenschaftselbst, zeigt ihre Gestalt im Ganzen, die man vor-her bei den einzelnen Theilcn vielleicht nicht sah,ja sie zeigt überhaupt, indem sie Ursprung, Fort-gang, Blüthe, Abnahme so vieler edlen Produkteder Menschheit verfolgt, die ganze Gestalt deSmenschlichen Geistes. Sie ist Logik, Philosophie,Geschichte und Sprachkunst selbst; ja indem sie auchhier der Geschichte der Offenbarung, welches docheigentlich die Bibel ist, gegenüber steht, so wirddie Seele des Lehrlings zum Umfange göttlicherund menschlicher Wissenschaften allmählich bereitet;leider nur, daß dies Studium viel weniger getriebenwird, als es getrieben werden sollte. Man höreindeß, was man kann, und soviel man kann, wennnichteine Geschichte des menschlichen Gei-stes überhaupt, die mit allen Aussichten auf jede