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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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»7« Entwurf der Anwendung

marius, ja eines Wolfs und Lcibnitz selbst,nicht anders als fremder gebrauchen; doch gewöhneman sich an dasselbe nicht ganz und gar, und haltees nicht für untrüglich. Seine Hauptfehler sind,daß eS alles auf deutliche Begriffe und Demonstra-tion bringen will und also oft nur durch Wortebestimmt und beweiset; daß es mathematische Ord-nung und allgemeine Begriffe zu strenge befolgt,auch da, wo es noch an befondern Bemerkungenfehlt; endlich, daß es auf einige Leibnitzische Hypo-thesen vielleicht zu viel gebaut hat. Indessen sindalle diese Fehler theils zu verbessern, theils sind siebas Ferment gewesen, das den umfassenden Geistdieses Systems hervorgetcieben hat und noch hcr-vortreibt.

Anmerkung 2. Zum Lesebuch folge manseinem Lehrer. Seit Aristoteles sind vielleicht keineEompendien mit dcrgedrungenen Kürze und Genauig-keit geschrieben, als Alex. G. Baumgartcnsseine; ob sie gleich auch ihre Fehler haben. Siehaben auch den Vorzug, daß in ihrer Sprache zu-erst Begriffe der Schönheit philosophisch entwickeltsind und gewiß weiter werden entwickelt werden.Doch schranke man sich nicht in dieselben ein, son-dern nütze insonderheit auch die Philosophie der Eng-länder, eines Locke, Ferguson, Smith,Home; nur nicht zu früh, und überhäufe sich amwenigsten mit philosophischer Lesung. Für dieseSchriftsteller ist Zeit, wenn man die akademischenJahre vollendet hat; auf der Akademie seyen etwadie einzigen philosophischen Ncbenbücher Shaftes-buri und etwa Bon net. Sic sind angenehm,