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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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147
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das Studium der Theologie betr. 147

Endlich, m. Fr., die Theologie ist nicht Wort-,nicht Sylben» und Bücher-Studium , sondern Ec-kenntniß der Wahrheit zur Gottseligkeit, also Sache,Geschäft, Ucbung. Hiezu gewöhnen Sic sich täg-lich mit Gottesfurcht und Lebensweisheit; und auchhiezu sind Ihnen die altern Schriften thatigcr Theo-logen besonders zu empfehlen. Sehen Sie ihreUn-cigennützigkeit, ihren Eifer, ihre Reinheit in Be-folgung dessen, was sie für wahr und recht hielten.Das Leben derselben war kurz, wie das unsere;aber sie verlängerten es durch Mühe, durch Thatcn,wir verkürzen das unsere durch unnütze Gelehrsam-keit, Weichlichkeit, Feigheit. Sic leben noch, obsie gleich gestorben sind; wir, die wir oft bei Lei-besleben todt sind, wer wird uns nennen? welchemenschliche, christliche Anstalt, welch errungenesGute, welcher unsterbliche schöne Same, wird sich,wenn wir wie ein Traum dahin sind, unsres Na-mens und Daseyns freuen?

Leben Sie wohl. Ich lege Ihnen, da wir viel-leicht auf lange Zeit scheiden, zwo Beilagen bei,die meine Briese sehr ersetzen können. Die erstebesteht aus, S ha ft es b ur i's zehn Briefen an ei-nen Lehrlinge der Theologie.*) Sie sind kurz, hieund da etwas lordmaßig, auch von Shaftes-buri's Privatblick, wie Er die Theologie ansah,nicht frei: überdem sind sie im Anfänge dieses

*) Sie sind hier nicht abgedruckt, weil sie imBrittischen theologischen Magazin(Band 3. S. bor.) bereits übersetzt zu finden.

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