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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
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das Studium der Theologie betr. 143

mein des TextS. Zur vollständigen Kritik habenwir noch eine Reihe von Vorbereitungen nöthig,und zum Uebcrsetzen scheint mir unser neuestes Zeit-alter nicht das bequemste. Wir verstümmeln dieSprache, schreiben kraftlos oder geziert; kurz, dasreine, ächte Deutsch, das unsre Vorfahren schrie-ben, ehe so viele fremde Sprachen in Deutschlandbekannt waren, hat sich in der neuesten Zeit ziem-lich verlohrcn. Es wird sich wiedersinden und viel-leicht aus unferm Verderbniß eine reiche, schönereSprache hervorgehn; warten Sie also und üben sichin der Stille. Vor der Hand lassen Sie LuthersUebersetzung gelten und tragen in Ihr Exemplar dieBerichtigungen bei ; oder wenn Sie sich, zumal inden poetischen Büchern des A. T,, üben wollen ,so arbeiten Sie für sich selbst. Das N. T. ist inden Lehrschriften noch schwerer zu übersetzen, alsdas alte; damit können Sie nach den angenomme-nen Begriffen unsrer Zeit noch weniger Ehre einle-gen, es sey denn, dag Sic's paraphrasirenwollten, wie alles paraphrasiret. Verständnis; aberist die beste Paraphrase.

Zn der Glaubenslehre nutzen Sic insonderheitd«n Fleiß unsrer Zeit, die Beweisstellen zu prüfen,ihren richtigen Sinn im Zusammenhänge zu bestim-men und die Begriffe selbst sich verständlich machenzu wollen. Ich nehme den Mißbrauch und mancheUeberkreibungen aus; sonst war aber auch dieses dieächte Methode Luthers und der Reformatoren, dieeinem Lehrlinge der Theologie insonderheit anstehet.Nur hüten Sie sich hiebei vor unbegründeter Neue-rungssucht, vor Partheilichkeit und Eckel gegen ge-