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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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142
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Das unlaugbare Gute unsrer Theologie ist wohldas fleißige Treiben der Sprachen und desLitterar-Texts: hierin sind wir wahre Luthera-ner, denn auch Luther ging hievon in Widerlegungseiner Feinde und Hervorbringung der reineren Lehreaus. ,,Die Sprachen, sagt er, machen für sich,,selbst keinen Theologen, aber sie sind eine Hülfe:denn soll einer von einem Dinge reden, so muß erdie Sache zuvor wissen und verstehen. Wenn ichjünger wäre, wollte ich ebraische Sprache ex xro-kssso lernen: denn ohne sic kann man die Schriftnimmermehr recht verstehen. Auch das N. T. istvoll ebräischer Art zu reden: darum haben sie rechtgesagt: Die Ebraer trinken aus der Brunnquellc;die Griechen aus den Wasserlein, die aus derQuelle flicssen; die Lateinischen aber aus derPfützen. Die ebräische Sprache ist die beste undreinste, sie bettelt nicht und hat ihre eigne Farbe.Sie ist wohl vor andern einfältig, aber majestä-tisch und herrlich; schlecht und von wenig Worten,aber da viel hinter ist, also daß ihr es keine nach-thun kann. Die andern betteln, haben viel Com-posita, deren die ebraische keine hat u. f." WieViel er auf den reinen, festen Worlsinn halte, hater in ganzen Tractatcn gewiesen-Sie hier-

auf und auf die natürliche Gestalt der Schriftzu weifen, war meine erste Sorge: denn keine

wahre, achte Theologie wird ohne Wortverstand undBibel. Es wäre sinnlos, wenn wir die vielen Hülfs-mittel und Bemühungen unsrer Zeit dazu nichtbrauchten.

Nur, m. Fr., machen Sie sich nicht zu frühans Ueber setzen oder gar Kritisiren und Verstüm«