Das unlaugbare Gute unsrer Theologie ist wohldas fleißige Treiben der Sprachen und desLitterar-Texts: hierin sind wir wahre Luthera-ner, denn auch Luther ging hievon in Widerlegungseiner Feinde und Hervorbringung der reineren Lehreaus. ,,Die Sprachen, sagt er, machen für sich,,selbst keinen Theologen, aber sie sind eine Hülfe:„denn soll einer von einem Dinge reden, so muß er„die Sache zuvor wissen und verstehen. Wenn ich„jünger wäre, wollte ich ebraische Sprache ex xro-„kssso lernen: denn ohne sic kann man die Schrift„nimmermehr recht verstehen. Auch das N. T. ist„voll ebräischer Art zu reden: darum haben sie recht„gesagt: Die Ebraer trinken aus der Brunnquellc;„die Griechen aus den Wasserlein, die aus der„Quelle flicssen; die Lateinischen aber aus der„Pfützen. Die ebräische Sprache ist die beste und„reinste, sie bettelt nicht und hat ihre eigne Farbe.„Sie ist wohl vor andern einfältig, aber majestä-tisch und herrlich; schlecht und von wenig Worten,„aber da viel hinter ist, also daß ihr es keine nach-„thun kann. Die andern betteln, haben viel Com-„posita, deren die ebraische keine hat u. f." WieViel er auf den reinen, festen Worlsinn halte, hater in ganzen Tractatcn gewiesen-Sie hier-
auf und auf die natürliche Gestalt der Schriftzu weifen, war meine erste Sorge: denn keine
wahre, achte Theologie wird ohne Wortverstand undBibel. Es wäre sinnlos, wenn wir die vielen Hülfs-mittel und Bemühungen unsrer Zeit dazu nichtbrauchten.
Nur, m. Fr., machen Sie sich nicht zu frühans Ueber setzen oder gar Kritisiren und Verstüm«