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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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131
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das Studium der Theologie betr.

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Er glaubt ein'n Lohn, den Niemand will;Ein jeder will hier Hüll und Füll.

Er glaubt ein göttlich Regiment;

Ein jeoer meint, das Glück sey blind.

Er glaubt ein'n Tod, der Alles scheidt;Und jeder pocht auf lange Zeit.

So glaubt er, was die Welt verneint,

Und ihre» Augen ungereimt;

Damit zeucht er den schweren KarrenUnd wird gehalten für ein'n Narren.

Darnach so weiß ein Seelenhirt,

Das die Welt ungern innen wird.

Er weiß, daß großer Herren PrachtBei Gott aufs äußerst sey veracht.

Er weiß, daß großer Hirten SchlafDem Wolf liefert manch armes Schaaf.

Ec weiß, daß große LeuteschinderVerflucht seyn auf Kindeskinder.

Er weiß, daß große FederhancnRoch kommen in den Pfuhl zusammen.

Er weiß, daß die groß' UeppigkeitDer Welt gereicht zu Schmach und Leid.Er weiß, daß jedes falsche HerzSich selbst noch stärkt zu ewgcm Schmerz.Das weiß er, wills schon niemand wisse»Und wird sehr oft darob geschmissen.

Damit zeucht er den schweren KarrenUnd wird gehalten sür ein'n Narren.

Drittens, so muß ein Pastor thun,Das jedermann will überstohn.

Er muß die Wahrheit jedem geigen,Darüber zeigt man ihm die Feigen.

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