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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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119
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das Studium der Theologie bete, rrg

das Evangelium treiben: er thats gewiß nicht inguter Absicht. Und eine beßre können auch di«nicht erreichen, die immer von Geist Gottes, Reich,Evangelium reden und beinah nicht wissen , wohersies nehmen? oder wohin sies thun sollen? DerGeist Gottes wirkt durch das Wort und mit demWorte: er wirkt pädagogisch durchs ganze Leben,überaus unsre Gedanken, mittelst unsrer Ge-danken, zu unsrer und durch unsre Soelenbil-dung. Ec wirkt durch uns auf andre nach derForm, die ihnen erfaßbar ist, d. i. durch dieihnen einleuchtendste Gedanken - nnd Handlungsweise.Wer da will, daß keine Frucht im Keim, in derMulde, in einer Hülle wachse, sondern uns lauterManna vom Himmel regne; der kan» lange war-lcn! Alles Erkennmiß, wie aller Bortrag, kurzalle Fertigkeit wird nur durch Uebung, undauch die Schule des Geistes Gottes ist Schule.

Ich weiß sehr wohl, daß auch keine Uebungohne Kräfte etwas hilft; sie ist nicht einmal,wenn wir uns sverstchn wollen, möglich. Ich weißauch wohl, daß die besten Kräfte sich leicht üben,ja gar manche Uebung überspringen und sichder Welt wie das, was sie auch sind, als Gottcs-gabe, oder in außerordentlichen Fallen mit demGepräge einer himmlischen Sendung und Be-geisterung zeigen; mögen sie sich als solche zei-gen und nicht erst lange davon reden! noch wenigermüssen sie andre bereden wollen, daß auch sie Him-melspropheteu scyn und dafür Kenntnisse und Gabender Erde vcrläuqnen dürfen. Ein Mensch kannjhm nichts nehmen, es werde ihm den»