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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

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ist besser als alles wissen. Alles wird kein Menschwissen wollen und nur ein Thor cs zu wissen glau-ben ; mit dem Nichtwissen und Nichtslcrnen abergewinnt man Christum nicht lieb, sonst warc^jederIgnorant der größeste Christus-Liebhaber. Waswäre es, wenn ich Ihnen durch alle Briefe zugeru-fen hätte: ,,haben Sie Christum lieb ! und lernenSie nicht viel;" das Letzte lernt sich freilich eher,als das Erste.

Zu allen Zeiten hat's Leute gegeben, die dieGelehrsamkeit als einen Buchftabcnkram verachte-ten; der Geist kebrete aber deshalb bei ihnen umkein Moment eher oder lieber ein. In unsrerWeltist, so viel wir wissen, kein Geist ohne Körper'wirk-sam; keiner, auch nicht der geistigste Endzweck,laßt sich ohne Mittel und Uebung erreichen. Werimmer aufs Göttliche, Unmittelbare stürmt, kommtnicht weit; er verbraucht in kurzer Zeit seine Kräfteoder wird hundertfach betrogen und hascht Dunst-wolken stakt seiner ätherischen, himmlischen Schön-heit, Wer suchte das Reich Gottes unmittelbarer,alS Christus? und doch verachtete er kein Mitteleiner wahren, lebendigen Erkenntnis;. Ec nahm zuan Weisheit, so wie an Alter, an Gnade bei GottUnd bei den Menschen.

Insonderheit ralhe ich Ihnen, m. Fr., beimWben Ihrer Seelenkrafte nicht alles unmittel-bar haben zu wollen, und nicht jeden Augenblickauf den Zweck dieses Gelernten für Ihr Amt los»ZUgehn; sonst wird unser Lernen überhaupt sehr engeUnd kleinlich. Juljan nahm den Christen die heid-nischen Schriftsteller, und sagte t sie sollten dafür