Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

dar Studium der Theologie betr 117

Mensch kann an einem Buch mehr lesen , als andrean hundert Büchern, und das beste Buch bleibtdoch immer unser innerer Sinn, der nur er-weckt werden kann , und sodann praktischer Le»stand, Erfahrung.

So bitte ich Sie auch, im Anfänge sehr da»über wcqzusthen, was nur Mühe, nur Fleiß ineinem Buche ist, und den Geist des Autors dafürzu kosten. Jenes merken Sie sich, als Fachwerk,als Nepositorium, zu dem Sie im Falle der Nochwallfahrten können; der Geist des Autors allein istdie bildende Form, stärkt die Kraft der Ge-sundheit, oder wird Arznei der SeeleMich dünkt, es ist Klopstock, der da sagt, daß ernur wenige F re u n d e von Büchern habe; die Knechteder Gelehrsamkeit aber beifcit thue und zu künfti-gem Knechts-Gebrauch bewahre. Für einen Jüng-ling ists nothwendig, daß er einen gleichen Unter-schied mache, sich zuerst um die Freunde bewerbeund mit ihnen wie mit einem Chor von Liebhabernvertraulich werde. In diese erwählte Zahl, die Sielesen und wiederlcsen, lassen sie keine Uebcrlaufer,keine Stutzer mit Zeitungspasscn ausgerüstet, keineGaukler und Sklaven, oder Sie werden unvermerktin ihrer Gesellschaft schlechter Einheit undRuhe ist die Mutter der Glückseligkeit des Men-schen, die Form aller Starke, Größe und Schön-heit; aber freilich Einheit mit Mannichfal-tigkcit gepaart, Ruhe in Wirkung. Alsolassen Sie sich auch nicht von denen hinreissen, dieIhnen Trägheit für Ruhe, d. i. Nichts für Etwasverkaufen, und immer rufen: Christum li-b habe«