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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
116
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Briefe,

Wären Sie in meiner Nähe, ich hakte Ihnenlange, lange nicht so viel Lesereien genannt, alsich Ihnen jetzt auf diese oder jene Ihrer Anfragennennen mußte. Unsre Zeit ist einmal daS Lese-Jahrhundert: Sie hören diese Bücher, (sehr

oft die Unrechten) so oft nennen, rühmen und ge-wöhnlich das Neueste am höchsten preisen. Damußte ich nun meine Briese an das knüpfen, wasvor Ihnen, was um Sie liegt, und wie jenerGesetzgeber (verzeihen Sie die ihörichtc Vergleichung)nicht gerade immer die besten Gesetze gab, sondernnur, die für das Zeitalter ihm die beste» dünktcn,so habe ich auch Ihnen manches genannt, wovonich für mich geschwiegen hätte; um Ihnen nun auchbei diesem wenigstens den besten Gesichtspunkt zuzeigen und Sie für etwas Aergcrem zu bewahren.Niemand vielleicht wünscht mehr als ich, daß wirnoch mit apostolischer oder pylhagoraischer Einfaltfludiren könnten; können wir'S aber? zu uns-rer Zeit?

Ueberdem, m.Fr., wenn Sie naher sehen undmeine Briefe ordnen, werden Sie finden, daß ichSie, verglichen mit andern Anweisungen, eben sosehr nicht überhäufe. Bibel, Dogmatik, Vor-trag sind meine drei Haupkgegenstandc, denen allesandre nur dienet. Zu diesen dreien können unddörfen Sie sich den kürzesten Weg wählen, allesweglassen, was Sie gleich im Anfänge finden, daßes Sie nicht fördre, sondern hindrc. Hier hat je-der Mensch sein eignes Gefühl zum sichersten Weg-weiser: der Lehrer und Freund zeigt nur die allg«,meine Straße. Ein aufmerksamer, fleißiger, edler